Bestattungshaus Sarg-Müller in Braunschweig

Seit 1860 Ihr Bestatter in Braunschweig und Umgebung. Bestattungshaus »Sarg-Müller«

Fon 0531 - 33 30 33
Fax 0531 - 34 44 10

Häufig gestellte Fragen (FAQ's)

(1) Wie lange kann ein/e Verstorbene/r in Niedersachsen zu Hause verbleiben?

Jeder Verstorbene sollte innerhalb von 36 Stunden nach Eintritt des Todes, bei späterem Auffinden unverzüglich nach Durchführung der Leichenschau überführt werden. (§ 7 Abs. 1 Nds. Bestattungsgesetz)

(2) Wer muss sich für die Bestattung / Beisetzung eines Angehörigen kümmern?

1. die Ehegattin oder der Ehegatte oder die eingetragene Lebenspartnerin oder der eingetragene Lebenspartner,
2. die Kinder,
3. die Enkelkinder,
4. die Eltern,
5. die Großeltern und
6. die Geschwister.
(§ 8 Abs. 3 Nds. Bestattungsgesetz)

(3) Wir sind aus der Kirche ausgetreten. Wer hält dann die Trauerrede?

Es besteht die Möglichkeit, dass die Trauerrede von einem privaten Trauerredner gehalten wird. Wir können Ihnen einen Trauerredner vermitteln oder einen Redner aus unserem Unternehmen anbieten. Selbstverständlich kann dieses auch durch ein Familienmitglied oder Freund gesehen.

(4) Zahlen Krankenkassen noch Sterbegeld?

Nein. 2004 wurde das Sterbegeld der Krankenkassen ersatzlos gestrichen. Jeder ist für die finanzielle Absicherung selbst verantwortlich.

(5) Werden beim Ankleiden den Verstorbenen die Knochen gebrochen?

Nein. Die Muskulatur wird durch Massage und langsames Dehnen gelöst. Die Muskulatur ist verhärtet, da der körpereigene Stoff ATP (Adenosintriphosphat) nach dem Tod nicht mehr transportiert wird. Der Fachbegriff hierfür lautet Rigor Mortis (die Toten- oder Leichenstarre). Nach etwa 2 Tagen löst sich die Totenstarre wieder, wenn die Autolyse langsam beginnt einzusetzen. Knochen werden dazu nicht gebrochen, was bei einem Verstorbenen auch kaum möglich wäre, da diese extrem belastbar sind und einige Tonnen Druck ausgeübt werden müssten.
Weitere Informationen unter: Totenstarre (Wikipedia)

(6) Werde ich bei einer Erdbestattung von Würmern gefressen?

Nein. In der Tiefe von etwa eineinhalb Metern sind keine Würmer im Boden und diese fressen auch keine menschlichen Überreste. Maden werden oft mit Würmern verwechselt und sie sind eigentlich Fliegenlarven, die durch Fliegeneier auf den Körper kommen, wenn er längere Zeit ohne Kühlung gelegen hat. Der Mensch hat unzählige Mikroorganismen in sich, ohne die wir keine Nahrung verdauen könnten. Wenn der Mensch stirbt, beginnen diese Bakterien uns von innen zu zersetzen. Diesen Vorgang nennt man Autolyse und er ist hauptsächlich dafür verantwortlich, dass sich ein Verstorbener zersetzt.
Weitere Informationen unter: Autolyse (Wikipedia)

(7) Ist in der Urne nicht nur die Asche vom Sarg enthalten?

Nein. Bei den Einäscherungstemperaturen von etwa 850 Grad im Krematorium verbrennen alle Gewebe- und Holzbestandteile. Der Sarg liefert noch zusätzliche Energie und wird dabei komplett in Rauchgas umgewandelt. Übrig bleiben nur nicht brennbare Materialien wie Nägel, Schrauben und Klammern. Vom Verstorbenen bleiben Implantate aus Metall und der ebenfalls nicht brennbare Knochenkalk übrig. Nachdem alle Fremdstoffe mit einem Magneten entfernt wurden, befindet sich in der Urne fast nur noch die Asche des menschlichen Skelettes.

(8) Ist nur mein Verstorbener in der Urne?

Ja. Beim Einäscherungsprozess befindet sich immer nur ein Sarg mit einem Verstorbenen in einer Brennkammer. Nach der Einäscherung wird die Asche entweder durch eine Drehklappe im Boden (Etagenofen) oder durch Abziehen nach hinten (Flachbettofen) weiter transportiert. Erst dann wird der nächste Verstorbene in die Brennkammer eingebracht. Durch diesen Vorgang wird eine Vermischung der Asche vermieden. Ein Schamottestein mit einer Registriernummer begleitet von der Anlieferung des Sarges bis in die Urne den Verstorbenen. Der feuerfeste Stein wandert durch den kompletten Einäscherungsprozess um Verwechslungen zu vermeiden. Beim Abfüllen der Asche in die Urne wird kontrolliert, dass Name, Daten und Registriernummer mit dem Schamottestein übereinstimmen.
Weitere Informationen unter: Krematorium (Wikipedia)

(9) Kann ich meine Bestattung schon vorher regeln?

Ja. Wir bieten die Möglichkeit der Bestattungsvorsorge an. Diese kann für sich selber oder für dritte Personen angelegt werden. Der eine Teil ist die Festlegung der Bestattungsform, die Wünsche für die Trauerfeier und die Aufnahme der Daten für die spätere Beurkundung. Der zweite Teil ist die finanzielle Absicherung der Bestattung durch Treuhandkonten oder Versicherungen. Auf Wunsch können Sie gern persönlich Kontakt mit uns aufnehmen, falls Sie nähere Informationen über die Bestattungsvorsorge wünschen.

(10) Warum werden Verstorbene schon immer mit den Füßen voran getragen?

Es ist ein Brauch, der sehr weit in die Geschichte zurückreicht. Die Angst vor Wiedergängern war sehr groß und man wollte vermeiden, dass die Seele den Weg ins Sterbehaus zurück findet. Allerdings hat es auch mit einem gewissen Respekt zu tun, denn Kranke werden ebenfalls nicht Rückwärts transportiert sondern so, dass sie den Weg sehen können.

© Copyright 2011 sarg-mueller.de. Alle Rechte vorbehalten. Impressum